Geschichte & Entstehung
Ein Ort mit Geschichte
Das Hospiz Schloss Bernstorf verbindet historische Atmosphäre mit einem besonderen Gedanken: einen Ort zu schaffen, an dem schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen Ruhe, Sicherheit und persönliche Nähe erleben können.
Aus einem ehemaligen Herrenhaus entstand über viele Jahre hinweg ein besonderer Ort -getragen von einer persönlichen Geschichte und dem Wunsch, Menschen in ihrer letzten Lebensphase gut aufgehoben zu wissen.
Wie alles begann
Die Idee für das Hospiz Schloss Bernstorf entstand aus einer persönlichen Erfahrung der Familie Röhr.
Nachdem meine Frau unheilbar an Magenkrebs erkrankt war, suchten wir vergeblich einen Ort für ihre letzte verbleibende Zeit. Sie wollte es einfach nur schön haben und alles vorfinden, was für die letzten Tage an Pflege und medizinischer Versorgung notwendig war.
Einen solchen Ort, wie sie ihn sich gewünscht hätte, konnten wir damals leider nicht mehr rechtzeitig finden. Meine Frau verstarb schließlich 2006 im Alter von nur 48 Jahren. Für unsere Familie blieb neben der Trauer auch das Gefühl, ihren Wunsch nach einem schönen letzten Ort nicht mehr erfüllt haben zu können. Aus dieser Erfahrung entstand die Idee, selbst einen Ort zu schaffen, an dem schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen Ruhe, Menschlichkeit und Geborgenheit finden können.
Dr. Wolfgang Röhr, Hospizgründer
Seitdem engagiert sich die Familie gemeinsam mit einem hochmotivierten Team dafür, einen geschützten Ort voller Menschlichkeit, Ruhe und persönlicher Zuwendung zu schaffen.
Vom Herrenhaus zum Hospiz
Zwischen 1878 und 1882 wurde Schloss Bernstorf als Herrenhaus erbaut und war über viele Jahrzehnte Mittelpunkt des dörflichen Lebens. Nach der Wiedervereinigung verfiel das Gebäude zunehmend und stand lange leer.
Im Jahre 2010 begann die behutsame Sanierung des Hauses mit dem Ziel, daraus einen besonderen Ort für schwerstkranke Menschen zu schaffen.
Mit viel Zeit, Engagement und Liebe zum Detail entstand Schritt für Schritt das heutige Hospiz Schloss Bernstorf – ein Ort, der Geschichte, Geborgenheit und persönliche Atmosphäre miteinander verbindet.
Meilensteine
2010
Erwerb des Schlosses
und Beginn der umfangreichen Sanierung
2011
Nach Entkernung und Schwammsanierung beginnt der behutsame Wiederaufbau des historischen Gebäudes.
2012
Neue Holzbalkendecken, der Ausbau des Dachgeschosses und der Einbau des Fahrstuhls prägen die nächsten Bauabschnitte.
2013
Der Innenausbau beginnt. Schritt für Schritt entstehen Gästezimmer, Aufenthaltsräume und ein Ort voller Wärme und Atmosphäre.
2014
Feierliche Eröffnung des Hospizes Schloss Bernstorf.
2015
Seit der Eröffnung wurden im Hospiz Schloss Bernstorf mehr als 1.600 Gäste begleitet.
Heute
Was einst aus persönlicher Erfahrung und dem Wunsch entstand, einen besseren Ort für die letzte Lebensphase zu schaffen, ist heute ein besonderer Ort für Menschen aus Nordwestmecklenburg und darüber hinaus.
Seit der Eröffnung wurden im Hospiz Schloss Bernstorf mehr als 1.600 Gäste begleitet. Hinter dieser Zahl stehen ebenso viele Lebensgeschichten, Begegnungen und Erinnerungen.
Als einziges stationäres Hospiz im Landkreis Nordwestmecklenburg ist Schloss Bernstorf heute ein wichtiger Bestandteil der regionalen Hospiz- und Palliativversorgung. Menschen aus Wismar, Lübeck, Schwerin und der gesamten Region finden hier einen Ort, an dem sie nicht allein sind und auf ihrem Weg professionell und menschlich begleitet werden.
Doch das Hospiz ist weit mehr als ein Ort der Versorgung. Es ist ein Haus des Lebens. Ein Ort, an dem gelacht, erinnert, gefeiert und gemeinsam Zeit verbracht wird. Ein Ort, an dem kleine Wünsche erfüllt werden, Angehörige willkommen sind und Menschlichkeit im Mittelpunkt steht.
Getragen wird das Hospiz bis heute von einem engagierten Team aus Pflegekräften, Ärzten, Therapeuten, Sozialdienst, Hauswirtschaft, Ehrenamtlichen und vielen Unterstützern. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass jeder Mensch mit Würde, Respekt und persönlicher Zuwendung begleitet wird.
Was vor vielen Jahren aus einer persönlichen Geschichte entstand, lebt heute in jedem einzelnen Tag weiter – in den Begegnungen zwischen Menschen, in den Gesprächen, im Miteinander und in dem Wunsch, der verbleibenden Zeit mehr Leben zu geben.

